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LADINER IM FASSATAL
Die Werte unserer Kultur sind die Liebe zur Natur, die uns umgibt, die Freundschaft und die Individualität.
 
Zu den geologischen Besonderheiten im Sella-Dolomitengebiet gesellt sich auch eine ethnische Seltenheit, das heißt eine ladinische Sprach- und Kulturinsel.
Das ladinische Volk entstand durch die Vermischung von lateinischen Elementen (vor allem in Hinblick auf die Sprache) mit bereits bestehenden rhätischen Elementen (vor allem in Bezug auf Ethnie und Kultur) infolge der römischen Eroberung der Alpengebiete bis zur Donau durch Livius und Drusus im Jahr 15 v. Chr.
 
Während des Hochmittelalters waren die ganzen Ostalpen durch ähnliche ethnische Ursprünge und durch eine nahezu gleiche Sprache vereint, die sich aber aufgrund der geringen Verbindungsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Tälern in unendlich viele Mundarten entwickelte: Diese Eigenschaften wurden jedoch dann vom Vormarsch der deutschen und italienischen Kultur beeinflusst, bildeten sich rasch zurück und konnten nur in den abgelegensten Zonen weiterbestehen. Heute noch leben ladinische Volksgruppen im Kanton Graubünden in der Schweiz, im Friaul, im Fassatal, im Grödnertal und im Gadertal sowie in Livinallongo und in Cortina in den Dolomiten.
  Die ladinischen Gebiete gehörten lange zum österreichisch-ungarischen Kaiserreich und es gelang ihnen, ihre ethnisch-linguistischen Besonderheiten auch dank der erheblichen Selbstständigkeit zu bewahren, die ihnen von Wien gewährt wurde, sowie dadurch, dass zahlreiche Obrigkeiten in Tirol regierten (Kaiserreich, Fürstbischofstümer Trient und Brixen, die Grafen von Schloss Tirol und die einheimischen Adeligen), deren Herrschaftsverhältnisse sich im Laufe der Zeit jeweils stark änderten. Nationalismen und die beiden Weltkriege sorgten dann dafür, dass der Gegend der Sellagruppe eine enorme politische und militärische Bedeutung zukam: Die Ladiner waren daher lange Zeit von den jeweiligen italienischen bzw. österreichischen Assimilierungsversuchen betroffen, wodurch ihre nunmehr zweitausendjährige Identität zwar stark beeinträchtigt wurde, sich aber letztendlich in einem gewissen Maße weiter behaupten konnte.
Nach der Errichtung der Italienischen Republik im Jahr 1948 begann für die vier ladinischen Täler, die Italien zugewiesen wurden, die langsame Entwicklung eines komplizierten Systems der Selbstständigkeit und des sprachlichen Schutzes, zu denen sich ein erhebliches neues Wertgefühl der Bewohner für ihre ladinische Persönlichkeit gesellte: Die Ergebnisse dieses Prozesses sind heute noch in den besonderen Regelungen der Autonomen Provinzen Trient und Bozen sowie in der gelebten Sprache und Kultur der ladinischen Ortschaften zu sehen.
 
 
         
 
Hotel Family La Grotta Dolomiti, Trentino, Val di Fassa, vacanze per famiglie e bambini, la grotta val di fassa

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