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WILLKOMMEN IN VIGO DI FASSA |
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Vigo di Fassa liegt im Zentrum des Fassatals an einer der offensten
und sonnigsten Stellen.
Die ersten Besiedlungen dieses Ortes erfolgten schon in der
Frühgeschichte, aber weiter bergwärts, wo sich heute die Kirche
Santa Giuliana befindet: Dort stand ein „Castelliere“, eine Art
befestigte Ansiedlung, die der bekannteren auf dem Doss dei Pigui
oberhalb von Campitello nicht unähnlich ist, aber wahrscheinlich
eher religiösen oder rituellen Zwecken als der Verteidigung diente.
Die Ortschaft entstand später weiter unten im Tal, nachdem sie durch
einen verheerenden Erdrutsch vollständig zerstört worden war:
Während der gesamten Tiroler Zeit (vom Frühmittelalter bis zum
ersten Weltkrieg) war das Dort das religiöse und politische Zentrum
des Tals. |
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Ihren Sitz hatten nämlich dort
sowohl die kirchliche Obrigkeit (in der Pfarrkirche Pieve di San
Giovanni) als auch die weltliche Obrigkeit, die in der Torn de Vich
regierte, sowie die Comunità Generale di Fassa (wichtigstes
Instrument für die Selbstregierung der Einheimischen), die Wälder
und Weiden durch Regeln und Nachbarschaften (die den heutigen
Kommunen und Ortsteilen entsprechen) verwaltete, und auch eine der
Schützengruppen, die das Tal verteidigten. Hier lebten auch die
einzigen einheimischen Adelsfamilien: die Massar und die Savoy.
Heute hat Vigo wenig mehr als tausend Bewohner und die Wirtschaft
stützt sich fast ausschließlich auf den Fremdenverkehr: Die
Ortschaft ist ein beliebter Wintersportort und im Sommer idealer
Ausgangspunkt für Ausflüge und Wanderungen. Zudem überleben auch
einige traditionelle Landwirtschafts- und Handwerksbetriebe. Wie im
übrigen Tal ist das Gefühl für die ladinische Identität ziemlich
stark ausgeprägt: In San Giovanni befinden sich das Istitut Cultural
Ladin „Majon di Fascegn“ sowie das Museum Mujeo Ladin de Fascia,
obligatorische Etappen für alle, die an dieser so alten und
besonderen ethnisch-sprachlichen Minderheit interessiert sind. |
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